Sieg des Quartetts beim Ligafinale in Ratingen

Der Ratingen Triathlon beheimatete die finalen Wettkämpfe der NRW Oberliga. Hier wurden die tages- und saisonbesten Mannschaften gesucht.

Über eine Kurzdistanz von 1.000 Metern Schwimmen, 40 Kilometern auf dem Rad und 10 Kilometern in Laufschuhen siegte der TV Werne 03 in Ratingen. Das tagesschnellste Team der TV Werne 03 Wasserfreunde war mit Kamil Jablonski, Sebastian Nieberg, Michael Hörsken und Stephan Rengelink erfolgreich beim Saisonfinale angetreten. Das Werner Quartett beendete die Saison auf Tabellenrang drei und machte damit den Aufstieg in die Regionalliga perfekt.

Die Ausgangslage war denkbar spannend:
9 Teams hatten noch Aufstiegsmöglichkeiten in einer sehr dichten und hart umkämpften Oberliga. Die Werner Triathleten hatten nach 3 von 4 Rennen auf Tabellenrang 4 eine gute Ausgangslage mit dem letzten Aufstiegsplatz. Von dieser Konstellation und realistischen Aufstiegsmöglichkeit reiste das Team maximal motiviert und angespannt nach Ratingen. „Nach dem letztjährigen Aufstieg in die Oberliga wollten wir zu Saisonbeginn schlichtweg in der neuen Klasse überleben und die Liga halten. Nach dem Überraschungserfolg beim dritten Rennen in Riesenbeck sind wir vollkommen unerwartet auf den Aufstiegsplatz gerutscht. Auf einmal war die Erwartungshaltung eine andere und der direkte Durchmarsch war greifbar“ erklärt Teamkapitän Sebastian Nieberg die Ausgangslage. Trotz Anreise in Bestbesetzung muss am Wettkampftag alles stimmen. Ein Platten, ein Sturz, eine Zeitstrafe, ein schlechter Tag eines Athleten sind einige von vielen Gründen, die das Projekt Aufstieg scheitern lassen können. 
Von dem Aufstiegskampf elektrisiert, mobilisierten die TV Werne 03 Wasserfreunde ihre Fans und waren stolz auf so viele Supporter an der Strecke. Den Zuschauern bot die Oberliga dann auch ein Herzschlagfinale. Im Mittelfeld liegend stiegen die Wasserfreunde aus dem Freibad und schwangen sich auf ihr Lieblingssportgerät. Die vier Mal zu fahrende 10 Kilometer Radstrecke mit drei Anstiegen pro Runde kam den starken Radfahrern entgegen. Auf ihren Zeitfahrrädern fuhr das Viererteam deutlich ins vordere Feld. Dann gab es eine Schrecksekunde im Team als Michael Hörsken im 180 Grad Wendepunkt stürzte. Nach einem kurzen Schock stieg Hörsken wenige Sekunden später wieder auf sein Fahrrad und gab weiter Vollgas. „Die Prellungen und Abschürfungen merkte ich beim anschließenden Lauf bei jedem Schritt“ so Hörsken. Auch die Laufstrecke forderte den Athleten alles ab. Auf der 2,5 km langen Wendepunktstrecke war die Konkurrenz oft in Sichtkontakt und ein Kampf Mann gegen Mann entbrannte in der letzten Disziplin. „Das war das stärkste Feld im letzten Saisonrennen“, so Kamil Jablonski, der auf Platz 5 als erster Wasserfreund das Rennen beendete. Sebastian Nieberg erwischte einen sehr guten Tag und rannte auf Rang 15 hochzufrieden ins Ziel. Auch Michael Hörsken wuchs in dieser Drucksituation über sich hinaus, ließ sich von seinem Radsturz nicht beirren und lief auf einen starken Rang 23. Stephan Rengelink vervollständigte das Quartett mit Rang 44 und rundete das exzellente Teamergebnis ab.

„Wir haben den Tagessieg eingefahren, haben auf Rang 3 in einer irre starken Liga die Saison abgeschlossen und haben den Direktaufstieg in die Regionalliga geschafft“ so der stolze Teamkapitän Nieberg. Bei der Siegerehrung gab es kein Halten mehr und Team und Fans feierten den Aufstieg.

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